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Erfolgreicher Einsatz am 4.Dezember 2008
15:00 Uhr, Oberzeitlbach (Lkrs. Dachau)
Rettungshunde finden Vermissten kurz vor dem Erfrierungstod
Am Donnerstag wurde die Rettungshundestaffel Mantrailer & Rettungshunde Starnberg e.V. von der Polizei zur Vermisstensuche nach Oberzeitlbach im Landkreis Dachau alarmiert.
Dort wurde seit dem Vorabend ein 60-jähriger Mann vermisst. Da man davon ausgehen musste, dass sich der Vermisste in einer hilflosen Lage befindet, wurde eine größere Suchaktion eingeleitet.
Die Suche durch einen Polizieihubschrauber mit Wärmebildkamera, mehrere Polizeikräfte sowie Diensthunde führte zu keinem Ergebnis. Daraufhin bat die Polizei die Rettungshundestaffel um Unterstützung.
Rettungshundeführerin Julia Kösters mit ihrer Weimaranerhündin Lili, ein Mantrailer, der die Individualspur eines Menschen auch über Asphalt und nach vielen Stunden verfolgen kann, begann die Suche direkt am Wohnhaus des Vermissten. Der Hund verfolgte eine Spur, die nach etwa 1,3km in ein teilweise dichtbewachsenes Waldstück führte. Da der Hund deutliches Witterungsverhalten zeigte, jedoch nicht an der Führungsleine durch dichtes Gehölz geführt werden konnte, wurde die Suche an einen sogenannten Flächensuchhund übergeben. Rettungshundeführerin Henriette Dölker mit Labrador Paul benötigte 30 Minuten, bis der frei suchende Hund in einer dichten Fichtenschonung um 17.15 Uhr finden und durch Bellen anzeigen konnte. Der Gefundene war nicht ansprechbar. Nach Erstversorgung durch die Mitglieder der Rettungshundestaffel übernahm der alarmierte Rettungsdienst mit einem Notarzt. Die Körpertemperatur des Aufgefundenen betrug nur noch 27 Grad und war damit lebensgefährlich. Zur optimalen Weiterversorgung wurde der Patient mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchner Klinik transportiert.
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